Die geplanten Änderungen im Patientinnen- und Patientengesetz sowie im Gesundheitsgesetz will alle Pflegeheime und Spitäler zwingen, den assistierten Suizid in ihren Räumlichkeiten zuzulassen. Damit greift der Staat tief in den Auftrag und die Wertehaltung dieser Institutionen ein – obwohl bereits heute über 90 Prozent der Zürcher Pflegeheime den assistierten Suizid ermöglichen. SVP, EVP und EDU haben gegen die geplante Gesetzesänderung das Referendum ergriffen, weil die Vorlage ein Problem lösen will, das in der Praxis kaum besteht. Wer sich bewusst für ein Heim mit einer bestimmten ethischen oder religiösen Ausrichtung entscheidet, soll diese Wahl auch künftig treffen können. Ebenso dürfen Spitäler ihrem eigentlichen Auftrag treu bleiben: Krankheiten behandeln, Leiden lindern und Leben schützen. Es steht viel auf dem Spiel: Es geht um die Wahlfreiheit von Bewohnerinnen und Bewohnern, um die Freiheit privater Institutionen, ihre Werte zu leben, und um eine Gesellschaft, die verletzliche Menschen schützt und begleitet, statt sie neuen Erwartungen auszusetzen. Statt Zwang braucht es mehr Palliative Care, mehr Suizidprävention und mehr menschliche Begleitung. Ich beantrage der Delegiertenversammlung: NEIN zur geplanten Gesetzesänderung.