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Am 27. September stimmen wir im Kanton Zürich über die Änderung des Lehrpersonalgesetzes ab. Es geht nicht um Luxus, sondern um eine längst fällige Korrektur im Berufsauftrag der Lehrpersonen. Die EVP sagt klar Ja. Für uns ist Bildung eine der besten Investitionen überhaupt: in unsere Kinder, in die nächste Generation und damit in die Zukunft unseres Kantons. Guter Unterricht entsteht nicht nur während der Lektion im Schulzimmer. Er braucht Vorbereitung, Zusammenarbeit im Team, Gespräche mit Eltern, Begleitung von Schülerinnen und Schülern, Organisation von Lagern und Projekten, Konfliktklärung und vieles mehr. Gerade Klassenlehrpersonen tragen hier besondere Verantwortung. Seit der Einführung des neuen Berufsauftrags 2017 zeigt sich: Die Rechnung geht nicht auf. Lehrpersonen leisten im Durchschnitt rund acht Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr. Das ist auf Dauer weder fair noch sinnvoll. Wer gute Schulen will, muss dafür sorgen, dass Lehrpersonen ihre Arbeit in einer realistischen Zeit erledigen können. Sonst verlieren wir motivierte Fachkräfte – oder gewinnen erst gar nicht genug Neue. Der Kantonsrat hat deshalb einen Kompromiss beschlossen. Die Pauschale für Klassenlehrpersonen soll von 100 auf 160 Stunden pro Jahr erhöht werden. Zudem wird der Lektionenfaktor von 58 auf 59 Stunden angehoben. Aus Sicht der EVP wäre eigentlich mehr nötig gewesen: In der Vernehmlassung stand noch ein Lektionenfaktor von 60 zur Diskussion, fachlich wäre sogar 62 gut begründbar. Doch politisch mehrheitsfähig war ein kleiner Schritt. Genau deshalb ist diese Vorlage kein überrissener Ausbau, sondern ein gutschweizerischer Minimalkompromiss. Die Gegner führen vor allem die Kosten ins Feld: rund 16 Millionen Franken für den Kanton und 67 Millionen Franken für die Gemeinden. Natürlich sind diese Beträge relevant. Aber Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Wenn wir bei den Menschen sparen, die täglich unsere Kinder unterrichten und begleiten, bezahlen wir später einen höheren Preis: mit mehr Ausfällen, weniger Kontinuität, sinkender Attraktivität des Lehrberufs und wachsender Belastung in den Schulen. Die EVP steht für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik. Aber Verantwortung heisst auch, Prioritäten zu setzen. Eine starke Volksschule ist kein Nice-to-have, sondern die Grundlage für Chancengerechtigkeit, Zusammenhalt und eine gute Zukunft. Diese Vorlage stärkt die Lehrpersonen – und damit die Schülerinnen und Schüler. Darum empfiehlt die EVP des Kantons Zürich am 27. September ein überzeugtes Ja zur Änderung des Lehrpersonalgesetzes.